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Spiegelschrank im Badezimmer richtig planen: Maße, Licht, Strom und Stauraum ohne Fehlkauf

DarDar8 lutego, 2026 78 Minutes read0

Warum der Spiegelschrank oft der wichtigste Badkauf ist

Ein Spiegelschrank entscheidet im Alltag über drei Dinge: Wie gut du dich siehst (Licht und Spiegelhöhe), wie aufgeräumt das Bad bleibt (Stauraum) und ob es sicher und langlebig ist (Strom, Feuchteschutz, Montage). Genau hier passieren die typischen Fehlkäufe: zu tief, blendendes Licht, Türen stoßen an Armatur oder Fenster, Steckdose an der falschen Stelle.

In deutschen Bädern sind 4 bis 8 m2 häufig. Da zählt jeder Zentimeter. Ein gut geplanter Spiegelschrank ersetzt oft zusätzliche Hochschränke und verhindert Chaos am Waschbeckenrand. Mit den folgenden Regeln bekommst du eine Lösung, die in Mietwohnung und Eigenheim funktioniert.

Merke: Der Spiegelschrank ist kein reines Deko-Teil. Er ist ein Funktionsmöbel, das mit Wasser, Strom und täglicher Nutzung klarkommen muss.

Entscheidung Empfehlung Woran du es im Alltag merkst
Breite Waschtischbreite oder +10 cm (wenn Platz) Weniger Ablage-Chaos, stimmige Proportion
Tiefe 12-16 cm (kleines Bad), 16-20 cm (Komfort) Kein Kopfstoßen, aber genug Platz für Flaschen
Licht vertikale Lichtflächen + neutralweiß Weniger Schatten beim Rasieren/Make-up
Modernes Badezimmer mit wandhängendem Spiegelschrank, integrierter LED-Beleuchtung und weißer Front über einem Waschtisch
Spiegelschrank und Licht sind im Bad ein Funktionspaket, nicht nur Deko.

Maße und Position: So passt der Spiegelschrank wirklich

Planung beginnt nicht im Möbelhaus, sondern am Waschbecken. Miss zuerst die reale Nutzsituation: Wer steht wie nah am Becken, wie weit öffnet sich die Tür, wo sitzt die Armatur, gibt es ein Fenster oder einen Hochschrank nebenan?

Breite: Waschtisch als Referenz

Als Faustregel wirkt es am ruhigsten, wenn der Spiegelschrank die Breite des Waschtischs übernimmt. In sehr schmalen Bädern darf er auch etwas schmaler sein, wenn sonst Türen kollidieren.

  • Waschtisch 60 cm: Spiegelschrank 60 cm (oder 50 cm bei engem Türbereich).
  • Waschtisch 80 cm: Spiegelschrank 80 cm, optional 90 cm für mehr Stauraum, wenn seitlich Luft ist.
  • Doppelwaschtisch 120 cm: 120 cm durchgehend oder 2 x 60 cm als getrennte Schränke (praktisch bei unterschiedlichen Höhenwünschen).

Praxis-Tipp: In Mietwohnungen ist ein 60-cm-Standard oft der stressfreiste Ersatz, weil Bohrbilder und vorhandene Leitungszonen häufiger passen.

Höhe und Spiegelzone: Für unterschiedliche Körpergrößen

Entscheidend ist nicht die Schrankhöhe, sondern die Spiegelzone. Du willst, dass große und kleine Personen ohne Verrenkung sehen können, was sie tun.

  • Unterkante: meist 105-115 cm über Fertigfußboden (abhängig von Waschtisch und Armaturhöhe).
  • Oberkante: ideal so, dass auch große Personen (ca. 190 cm) den Kopf vollständig sehen, häufig 200-210 cm.
  • Wenn die Decke niedrig ist: lieber breiter statt extrem hoch, sonst wirkt es gedrückt.

Realitäts-Check: Stell dich vor den Waschtisch und markiere mit Malerkrepp die gewünschte Unter- und Oberkante an der Wand. Das verhindert, dass du später feststellst, dass die Türen auf Nasenhöhe enden oder die Lampe blendet.

Tiefe: Der häufigste Fehler in kleinen Bädern

Zu tiefe Spiegelschränke sind die Klassiker: Kopfstoß beim Vorbeugen, zu nah am Gesicht, unangenehm in engen Grundrissen. Gleichzeitig braucht man Platz für Zahnbürstenköpfe, Creme-Tuben und Flaschen.

  • 12-16 cm: kleine Bäder, enge Laufwege, wenn das Waschbecken wenig Ausladung hat.
  • 16-20 cm: Komfortbereich für die meisten Haushalte, gute Balance.
  • Über 20 cm: nur, wenn das Bad groß ist oder das Becken weit auslädt.

Mini-Test: Lege ein Brett oder einen Karton in geplanter Tiefe provisorisch auf die Wandhöhe und simuliere Zähneputzen. Wenn du dich dabei unwohl fühlst, ist es zu tief.

Türanschlag und Kollisionen: Fenster, Armatur, seitliche Schränke

Plane die Öffnungsradien. Spiegeltüren sind oft 110-170 Grad öffnend, und genau dann knallt es gegen Fensterlaibung oder Hochschrank.

  • Bei seitlichem Hochschrank: 2-3 cm Luft einplanen oder Schrank mit gedämpften Scharnieren wählen.
  • Bei Fenster neben dem Waschtisch: lieber Schiebetüren oder einen schmaleren Spiegelschrank.
  • Armatur steht weit vorne: prüfe, ob geöffnete Türen die Bedienung stören (besonders bei hohen Einhebelmischern).

Licht im Spiegelschrank: So vermeidest du Schatten und Blendung

Badlicht wird oft falsch verstanden: Deckenlicht allein macht harte Schatten unter Augen und Kinn. Der Spiegelschrank kann das korrigieren, wenn das Licht richtig positioniert ist.

Beste Lichtform: Seitlich oder umlaufend, nicht nur oben

Für Rasur und Make-up ist seitliches Licht (links und rechts vom Gesicht) am effektivsten. Ein reiner Lichtbalken oben erzeugt schnell „Augenhöhlen-Schatten“.

  • Sehr gut: vertikale LED-Flächen links und rechts.
  • Gut: umlaufender Leuchtrahmen.
  • Okay: oben integrierte Leuchte, aber nur wenn zusätzlich gutes Deckenlicht vorhanden ist.

Lichtfarbe und Helligkeit: Neutral statt „zu gemütlich“

Im Bad willst du Farbwiedergabe und Klarheit. Warmweiß kann schmeichelhaft sein, ist aber für präzise Aufgaben oft zu gelb.

  • Neutralweiß (ca. 3500-4000 K): Allround für Badalltag.
  • CRI (Farbwiedergabe): wenn möglich hoch wählen, damit Hauttöne nicht grünstichig wirken.
  • Dimmbar: sinnvoll, wenn das Bad morgens hell und abends ruhiger sein soll.

Praxis-Situation: Wenn du Kontaktlinsen nutzt oder dich regelmäßig rasierst, lohnt sich neutralweißes, gleichmäßiges Licht fast immer mehr als „Spa-Stimmung“.

Schalterlogik: Komfort ohne Kabelsalat

Prüfe, wie dein Bad geschaltet ist. Viele Bäder haben nur einen Schalter an der Tür. Dann ist ein Spiegelschrank mit eigener Touchsteuerung manchmal unpraktisch, weil du zwei Systeme bedienen musst.

  • Wenn möglich: Spiegelschranklicht über den normalen Wandschalter.
  • Zusatzfunktionen (Dimmen, Nachtlicht) gern am Schrank.
  • Wenn im Mietbad keine Änderungen: ein Modell wählen, das nach Stromausfall den letzten Zustand merkt (praktisch im Alltag).

Strom, Steckdose, Sicherheit: Was in deutschen Bädern zählt

Im Bad gilt: Feuchtigkeit, Spritzwasser und Strom müssen sauber getrennt sein. Ein Spiegelschrank mit Steckdose ist extrem praktisch, aber nur, wenn die Installation passt.

Steckdose im Schrank: Ja, aber mit Plan

Eine innenliegende Steckdose hält Geräte und Kabel aus dem Sichtbereich: elektrische Zahnbürste, Rasierer, Haartrimmer. Achte auf die Platzierung.

  • Innen seitlich: Kabel stören weniger beim Greifen.
  • Mit Kabeldurchführung: besser als Tür einklemmen.
  • Mit Einlegeböden kompatibel: Steckdose darf kein Regal blockieren.

Schutz vor Feuchte: Materialien und Verarbeitung

Du erkennst solide Qualität an Details, nicht am Marketingtext.

  • Korpus: feuchtebeständige Beschichtung, saubere Kantenversiegelung.
  • Scharniere: korrosionsarm, gedämpft, nachstellbar.
  • Spiegel: Kanten sauber, keine Wellen, ideal mit Anti-Beschlag-Funktion, wenn das Bad oft stark dampft.

Wenn dein Bad schlecht gelüftet ist (kleines innenliegendes Bad): Anti-Beschlag ist nett, aber wichtiger ist Luftwechsel (Lüfter, konsequentes Türöffnen nach dem Duschen) und keine übervolle Schrankbestückung, die Feuchte einschließt.

Innenaufteilung: Stauraum, der im Alltag wirklich funktioniert

Der beste Spiegelschrank ist der, in dem du morgens blind alles findest und abends nichts „auf die Kante“ stellen musst. Dafür brauchst du eine Innenlogik.

Die 3-Zonen-Logik (bewährt in Familienbädern)

  • Tägliche Zone (Greifhöhe): Zahnpasta, Deo, Tagescreme, Rasierer.
  • Wöchentliche Zone: Pflegeprodukte, Haarkuren, Ersatzklingen.
  • Reserve/Backup: Nachfüllpacks, Reisezubehör, seltene Medikamente (wenn kindersicher gelagert).

Setze die tägliche Zone in die Mitte auf Brust- bis Augenhöhe. So minimierst du Tropfen und Verschütten, weil du weniger über Kopf hantierst.

Einlegeböden: Lieber flexibel als „viele kleine Fächer“

Viele Modelle kommen mit vielen kleinen Glasböden. Klingt gut, ist aber oft unpraktisch bei hohen Flaschen.

  • Plane mindestens ein Fach für 18-22 cm hohe Flaschen (Mundspülung, Pumpspender).
  • Wenn du E-Geräte lädst: ein Fach ohne Glasboden direkt über der Steckdose, damit Netzteile Platz haben.
  • Nutze kleine, herausnehmbare Boxen für Kleinteile (Wattepads, Haargummis).

Spiegeltüren: 1, 2 oder 3 Türen?

  • 1 Tür: schlicht, aber beim Öffnen immer „alles offen“ und oft schwerer.
  • 2 Türen: guter Standard, weniger Kollisionen, leichter Zugriff.
  • 3 Türen: praktisch bei 80-120 cm Breite, flexibler Zugriff, aber mehr Scharniere (Qualität wichtig).
Geöffneter Badezimmerschrank mit ordentlich sortierten Pflegeprodukten in Boxen und auf Einlegeböden
Mit Zonen und Boxen bleibt der Spiegelschrank dauerhaft ordentlich.

Montage in Mietwohnung und Eigenheim: sicher, gerade, dauerhaft

Ein Spiegelschrank hängt hoch, trägt Gewicht und wird täglich geöffnet. Saubere Montage ist nicht optional.

Vorbereitung: In 20 Minuten viele Fehler vermeiden

  • Wandtyp prüfen: Fliese, Kalksandstein, Trockenbau, Porenbeton.
  • Bohrpunkte anzeichnen, mit Wasserwaage prüfen, zweite Person zum Gegencheck.
  • Stromauslass und Leitungszonen lokalisieren, bevor du bohrst.
  • Türöffnung simulieren: Klebebandmarken, Abstand zu Seitenwänden prüfen.

Tragfähigkeit: Gewicht realistisch einschätzen

Ein 80-cm-Spiegelschrank mit Inhalt kann schnell 20-30 kg erreichen. In Trockenbauwänden brauchst du passende Hohlraumdübel oder eine Verstärkung (z.B. OSB hinter der Beplankung). Bei gefliesten Wänden sind geeignete Fliesenbohrer und ruhiges Bohren entscheidend, damit nichts reißt.

Wenn du unsicher bist: lieber einen Montageservice oder Fachbetrieb beauftragen. Das ist oft günstiger als Fliesenschäden oder ein herabfallender Schrank.

Budget und Einkaufs-Check: Wo lohnt sich Geld, wo nicht?

Für einen praxistauglichen Spiegelschrank sind meist 150 bis 500 EUR realistisch, je nach Breite, Licht und Features.

  • Wirklich wichtig: saubere Kanten, gute Scharniere, brauchbares Licht, passender Stauraum.
  • Nice-to-have: Anti-Beschlag, integrierter Kosmetikspiegel, Bluetooth.
  • Oft überbewertet: extrem viele Fächer, zu viele Touchflächen, die im Alltag verschmieren.

Profi-Tipp aus der Praxis: Wenn du nur eine Sache upgradest, dann das Licht (seitlich/umlaufend) und die Scharniere (gedämpft, justierbar). Das spürst du jeden Tag.

Podsumowanie

  • Breite am Waschtisch orientieren: meist 60, 80 oder 120 cm.
  • Tiefe real testen: 12-16 cm (eng), 16-20 cm (Komfort).
  • Türkollisionen prüfen: Fenster, Hochschrank, Armatur.
  • Bestes Licht: seitlich oder umlaufend, neutralweiß und blendarm.
  • Innenaufteilung mit 3-Zonen-Logik planen, nicht nach „vielen Fächern“ kaufen.
  • Montage auf Wandtyp abstimmen, Gewicht und Dübel ernst nehmen.

FAQ

Welche Höhe ist für einen Spiegelschrank ideal?

Richte dich nach der Spiegelzone: Unterkante meist 105-115 cm, Oberkante häufig 200-210 cm. Mit Malerkrepp an der Wand testen.

Was ist besser: Spiegelschrank mit Licht oben oder seitlich?

Seitliches oder umlaufendes Licht ist alltagstauglicher, weil es Schatten im Gesicht reduziert. Oben allein funktioniert nur mit sehr gutem Deckenlicht.

Wie tief darf ein Spiegelschrank im kleinen Bad sein?

In engen Bädern sind 12-16 cm meist ideal. Alles darüber vorher „Kopfstoß-Test“ machen, besonders bei wenig ausladenden Waschbecken.

Lohnt sich eine Steckdose im Spiegelschrank?

Ja, wenn du Geräte lädst oder Rasierer nutzt. Achte auf sinnvolle Platzierung, Kabeldurchführung und darauf, dass Einlegeböden nicht blockieren.

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