{"id":161,"date":"2025-12-18T06:19:56","date_gmt":"2025-12-18T06:19:56","guid":{"rendered":"https:\/\/mellory.de\/index.php\/2025\/12\/18\/warmepumpe-in-der-mietwohnung-so-optimierst-du-effizienz-und-komfort-ohne-grose-umbauten\/"},"modified":"2025-12-18T06:21:15","modified_gmt":"2025-12-18T06:21:15","slug":"warmepumpe-in-der-mietwohnung-so-optimierst-du-effizienz-und-komfort-ohne-grose-umbauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mellory.de\/index.php\/2025\/12\/18\/warmepumpe-in-der-mietwohnung-so-optimierst-du-effizienz-und-komfort-ohne-grose-umbauten\/","title":{"rendered":"W\u00e4rmepumpe in der Mietwohnung: So optimierst du Effizienz und Komfort ohne gro\u00dfe Umbauten"},"content":{"rendered":"<h2>Was du in der Mietwohnung realistisch beeinflussen kannst<\/h2>\n<p>Eine W\u00e4rmepumpe wird oft als Thema f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user gesehen. In Deutschland taucht sie aber zunehmend auch in Mietwohnungen auf: als zentrale Anlage im Geb\u00e4ude (Luft&#45;Wasser oder Sole&#45;Wasser) oder als wohnungsnahe L\u00f6sung wie eine Luft&#45;Luft&#45;W\u00e4rmepumpe (Split&#45;Klima mit Heizfunktion). Als Mieter kannst du an der Technik selbst meist wenig \u00e4ndern, aber du kannst die <strong>Betriebsbedingungen<\/strong> optimieren. Genau dort liegen in der Praxis die gr\u00f6\u00dften Effekte: niedrigere Vorlauftemperaturen, saubere Heizfl\u00e4chen, passende Raumtemperatur, freie Luftstr\u00f6me und korrekte Regelung.<\/p>\n<p>Wichtig: Viele \u201eW\u00e4rmepumpen&#45;Probleme\u201c sind keine Defekte, sondern falsche Einstellungen oder ung\u00fcnstige Nutzung. Das Gute daran: Die meisten Ma\u00dfnahmen kosten wenig, sind r\u00fcckbaubar und lassen sich in 1&#45;2 Stunden umsetzen.<\/p>\n<p>In diesem Artikel bekommst du konkrete Schritte f\u00fcr typische Mietwohnungs&#45;Realit\u00e4ten: 50&#45;90 m2, gemischte Heizk\u00f6rper, oft wenig Einfluss auf die zentrale Regelung, begrenztes Budget (0&#45;300 EUR) und der Wunsch nach messbaren Verbesserungen.<\/p>\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<td><strong>Hebel<\/strong><\/td>\n<td><strong>Aufwand<\/strong><\/td>\n<td><strong>Typischer Effekt<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Raumtemperatur und Zeitprogramme<\/td>\n<td>10&#45;30 min<\/td>\n<td>5&#45;15% weniger Heizenergie<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Heizk\u00f6rper freistellen und entl\u00fcften<\/td>\n<td>30&#45;60 min<\/td>\n<td>besserer Komfort, weniger Takten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Thermostatventile korrekt nutzen<\/td>\n<td>30 min<\/td>\n<td>gleichm\u00e4\u00dfigere W\u00e4rme, weniger \u00dcberheizen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.pexels.com\/photos\/8092165\/pexels-photo-8092165.jpeg?auto=compress&#038;cs=tinysrgb&#038;h=650&#038;w=940\" alt=\"Wohnzimmer in moderner Mietwohnung mit freistehendem Heizk\u00f6rper und neutralen Textilien f\u00fcr bessere W\u00e4rmeabgabe\" loading=\"lazy\"><figcaption>Freie Heizk\u00f6rper bringen sofort mehr W\u00e4rme in den Raum.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Regelung verstehen: Warum niedrige Temperaturen der Schl\u00fcssel sind<\/h2>\n<p>W\u00e4rmepumpen arbeiten umso effizienter, je geringer der Temperaturhub ist. Praktisch hei\u00dft das: <strong>je niedriger die Vorlauftemperatur<\/strong>, desto besser die Arbeitszahl. In Mietwohnungen kannst du die Vorlauftemperatur h\u00e4ufig nicht direkt einstellen (zentrale Anlage). Trotzdem beeinflusst du sie indirekt \u00fcber dein Nutzungsverhalten und die W\u00e4rmeabgabe in der Wohnung.<\/p>\n<h3>Der h\u00e4ufigste Fehler: \u201eSchnell warm\u201c durch Aufdrehen<\/h3>\n<p>Viele behandeln Thermostate wie einen Gashahn: auf 5 drehen und hoffen, dass es schneller warm wird. Das funktioniert nicht. Ein Thermostat ist ein <strong>Regler<\/strong>, kein \u201eTurbo\u201c. Bei W\u00e4rmepumpen f\u00fchrt dieses Verhalten oft zu h\u00f6heren Systemtemperaturen, mehr Takten und schlechterem Wirkungsgrad.<\/p>\n<ul>\n<li>Thermostat auf die Zieltemperatur stellen (oft Stufe 2&#45;3 entspricht ca. 19&#45;21 C, je nach Ventil).<\/li>\n<li>T\u00fcren zwischen warmen und k\u00fchleren R\u00e4umen bewusst managen: entweder konsequent zu oder mit abgestimmten Temperaturen.<\/li>\n<li>Keine extremen Nachtabsenkungen (siehe unten).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Nachtabsenkung: Bei W\u00e4rmepumpen oft kontraproduktiv<\/h3>\n<p>Bei Gasheizungen war starkes Absenken nachts \u00fcblich. W\u00e4rmepumpen profitieren dagegen h\u00e4ufig von <strong>konstanten, moderaten Temperaturen<\/strong>, weil das System dann mit niedrigerem Niveau durchlaufen kann, statt morgens \u201enachzuheizen\u201c.<\/p>\n<ul>\n<li>Teste statt &#45;3 bis &#45;5 C nur &#45;1 bis &#45;2 C Absenkung.<\/li>\n<li>Wenn du tags\u00fcber im Homeoffice bist: lieber konstant 20&#45;21 C im Arbeitszimmer statt dauernd rauf und runter.<\/li>\n<li>In Schlafzimmern: 17&#45;19 C konstant ist oft angenehmer als 16 C nachts und 20 C morgens.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Heizk\u00f6rper und Luftwege: So holst du mehr W\u00e4rme aus derselben Leistung<\/h2>\n<p>In Mietwohnungen sind Heizfl\u00e4chen der Engpass. W\u00e4rmepumpen m\u00f6gen gro\u00dfe Heizfl\u00e4chen (Fu\u00dfbodenheizung ideal). Viele Wohnungen haben aber Plattenheizk\u00f6rper. Das kann trotzdem gut funktionieren, wenn du die W\u00e4rmeabgabe nicht ausbremst.<\/p>\n<h3>Heizk\u00f6rper freistellen: 0 EUR, sofort sp\u00fcrbar<\/h3>\n<p>Die Klassiker aus der Praxis: Sofa direkt vor dem Heizk\u00f6rper, lange Vorh\u00e4nge dar\u00fcber, W\u00e4schest\u00e4nder davor. Das senkt die Konvektion und f\u00fchrt dazu, dass der Raum langsamer warm wird. Dann wird oft \u201eh\u00f6her aufgedreht\u201c und die Effizienz sinkt.<\/p>\n<ul>\n<li>Mindestens 20 cm Abstand vor dem Heizk\u00f6rper lassen (Sofa, Kommode).<\/li>\n<li>Vorh\u00e4nge so k\u00fcrzen oder raffen, dass sie den Heizk\u00f6rper nicht abdecken.<\/li>\n<li>W\u00e4sche nicht dauerhaft am Heizk\u00f6rper trocknen (Feuchte steigt, W\u00e4rme bleibt am Ger\u00e4t).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Entl\u00fcften und Heizk\u00f6rper reinigen<\/h3>\n<p>Gluckern, ungleichm\u00e4\u00dfige W\u00e4rme oder kalte Zonen oben am Heizk\u00f6rper: Das kostet Leistung und Komfort. Entl\u00fcften ist in den meisten Mietvertr\u00e4gen zul\u00e4ssig und geh\u00f6rt zur \u00fcblichen Nutzerpflicht.<\/p>\n<ul>\n<li>Heizung an, Thermostat voll \u00f6ffnen, 10 Minuten warten.<\/li>\n<li>Schale und Tuch bereitlegen, Entl\u00fcftungsschl\u00fcssel ansetzen, langsam \u00f6ffnen.<\/li>\n<li>Wenn Wasser kommt, schlie\u00dfen. Danach Thermostat wieder auf Zielwert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zus\u00e4tzlich: Staub in Konvektionsblechen wirkt wie ein D\u00e4mmstoff. Ein Heizk\u00f6rperpinsel oder schmaler Staubsaugeraufsatz bringt oft \u00fcberraschend viel.<\/p>\n<h3>Thermostatventile richtig nutzen (und wann \u201evoll auf\u201c sinnvoll ist)<\/h3>\n<p>F\u00fcr W\u00e4rmepumpen ist es oft g\u00fcnstig, wenn einzelne R\u00e4ume nicht permanent \u201ezugedrosselt\u201c werden, w\u00e4hrend andere stark heizen. In Wohnungen mit zentraler Regelung kann das zu ung\u00fcnstigen R\u00fccklauftemperaturen und Takten f\u00fchren. Du musst nicht alles auf 5 stellen, aber vermeide extreme Unterschiede.<\/p>\n<ul>\n<li>Wohnbereich als Referenz: 20&#45;21 C stabil halten.<\/li>\n<li>Schlafzimmer: 17&#45;19 C, T\u00fcr geschlossen, nicht \u201eausk\u00fchlen\u201c lassen.<\/li>\n<li>Kleine B\u00e4der: kurze Komfortfenster, aber nicht dauerhaft 24 C.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Luft&#45;Luft&#45;W\u00e4rmepumpe (Split) in der Wohnung: Zugluft, Lautst\u00e4rke, Position<\/h2>\n<p>Wenn du eine Split&#45;Anlage mit Heizfunktion (Luft&#45;Luft&#45;W\u00e4rmepumpe) nutzt, gelten zus\u00e4tzliche Regeln. Komfortprobleme entstehen fast immer durch falsche Luftf\u00fchrung. Mit kleinen Anpassungen l\u00e4sst sich das stark verbessern.<\/p>\n<h3>Zugluft vermeiden: Luftstrom statt Temperatur optimieren<\/h3>\n<ul>\n<li>Lamellen so einstellen, dass der Luftstrahl <strong>\u00fcber<\/strong> den Aufenthaltsbereich l\u00e4uft, nicht direkt auf Sofa oder Schreibtisch.<\/li>\n<li>Ventilatorstufe moderat: lieber l\u00e4nger laufen lassen als kurz und stark.<\/li>\n<li>T\u00fcrmanagement: Wenn die Anlage im Wohnzimmer h\u00e4ngt, T\u00fcren zu Flur und Schlafzimmer gezielt \u00f6ffnen oder schlie\u00dfen, sonst \u201everpufft\u201c die W\u00e4rme.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Leiser Betrieb: Das bringt in Mietwohnungen am meisten<\/h3>\n<ul>\n<li>Innenger\u00e4t: Filter alle 4&#45;8 Wochen reinigen (Staub erh\u00f6ht Ger\u00e4usch und senkt Leistung).<\/li>\n<li>Au\u00dfenger\u00e4t (falls zug\u00e4nglich): Laub und Schmutz entfernen, Abstand zu W\u00e4nden pr\u00fcfen.<\/li>\n<li>Nachtmodus nutzen, aber pr\u00fcfen, ob er die Leistung zu stark begrenzt (sonst k\u00fchlt es aus und morgens wird laut nachgeregelt).<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Warmwasser: Kleine Stellschrauben mit gro\u00dfem Einfluss<\/h2>\n<p>In Geb\u00e4uden mit W\u00e4rmepumpe kann Warmwasser ein Effizienzkiller sein, weil daf\u00fcr h\u00f6here Temperaturen gebraucht werden. Als Mieter kannst du meist nicht die Warmwasser&#45;Solltemperatur ver\u00e4ndern, aber du kannst Verbrauch und Verluste reduzieren.<\/p>\n<ul>\n<li>Sparduschkopf (6&#45;8 l\/min) &#45; in Deutschland leicht verf\u00fcgbar, sp\u00fcrbar weniger Warmwasserenergie.<\/li>\n<li>Kurze Duschzeiten: 2 Minuten weniger pro Person und Tag ist in Haushalten ein gro\u00dfer Hebel.<\/li>\n<li>Warmwasser nicht \u201elaufen lassen\u201c (Z\u00e4hneputzen, Abwasch). Lieber kurz, gezielt.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Messbar besser: Mini&#45;Check mit Thermometer und Hygrometer<\/h2>\n<p>Ohne Messung wird aus Optimierung schnell Bauchgef\u00fchl. Mit zwei g\u00fcnstigen Ger\u00e4ten bekommst du harte Fakten: ob es wirklich zu kalt ist, ob Feuchte das Problem ist und ob dein Heizverhalten stabil l\u00e4uft.<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Thermo&#45;Hygrometer pro Wohnung (10&#45;25 EUR) &#45; idealerweise im Wohnraum auf ca. 1,2 m H\u00f6he, weg von Heizk\u00f6rper und Fenster.<\/li>\n<li>Zielwerte im Winter: 19&#45;21 C Wohnraum, 17&#45;19 C Schlafzimmer, 40&#45;55% rF.<\/li>\n<li>Wenn rF dauerhaft \u00fcber 60%: L\u00fcftung verbessern, nicht \u201ek\u00e4lter heizen\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Typische Beobachtung: Wer zu stark absenkt, hat morgens hohe Feuchte und braucht mehr Energie zum Wiederaufheizen. Konstanteres Heizen senkt oft Schimmelrisiko und Heizkosten gleichzeitig.<\/p>\n<h2>Richtig l\u00fcften, ohne die W\u00e4rmepumpe auszubremsen<\/h2>\n<p>Sto\u00dfl\u00fcften ist weiterhin sinnvoll. Kippfenster \u00fcber Stunden ist dagegen teuer: W\u00e4nde k\u00fchlen aus, die W\u00e4rmepumpe muss aufholen, und Komfort leidet.<\/p>\n<ul>\n<li>2&#45;4 mal t\u00e4glich Sto\u00dfl\u00fcften: 5&#45;8 Minuten, gegen\u00fcberliegende Fenster wenn m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Nach dem Duschen: 10 Minuten intensiv l\u00fcften, T\u00fcr zum Wohnraum geschlossen.<\/li>\n<li>Bei sehr kalten Tagen: lieber k\u00fcrzer, daf\u00fcr \u00f6fter.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Typische Problemf\u00e4lle aus Mietwohnungen und schnelle L\u00f6sungen<\/h2>\n<p>Hier ein paar Situationen, die in Wohnungen h\u00e4ufig auftreten, plus pragmatische Gegenma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>\u201eEin Zimmer bleibt kalt, obwohl der Heizk\u00f6rper hei\u00df ist\u201c<\/h3>\n<ul>\n<li>Heizk\u00f6rper verdeckt? M\u00f6bel oder Vorh\u00e4nge pr\u00fcfen.<\/li>\n<li>Thermostatkopf defekt oder klemmt: Stift im Ventil vorsichtig testen (reindr\u00fccken, muss federn). Bei Verdacht Hausverwaltung informieren.<\/li>\n<li>T\u00fcr offen zu k\u00e4lterem Flur: Temperaturgef\u00e4lle frisst Leistung.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>\u201eDie Heizung taktet, es wird mal warm, mal kalt\u201c<\/h3>\n<ul>\n<li>Zu viele Thermostate stark zugedreht: \u00d6ffne mehrere R\u00e4ume moderat, statt einen Raum stark zu heizen.<\/li>\n<li>Starke Nachtabsenkung: reduzieren und 3&#45;5 Tage beobachten.<\/li>\n<li>Bei Split&#45;Ger\u00e4ten: Auto&#45;Modus vermeiden, besser Heizbetrieb fest w\u00e4hlen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>\u201eStromkosten steigen, obwohl es nicht w\u00e4rmer ist\u201c<\/h3>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmepumpenstromtarif pr\u00fcfen (wenn separat). Bei zentraler Anlage: Verbrauchsanteile in Nebenkosten verstehen.<\/li>\n<li>Warmwasserfresser identifizieren: lange Duschen, alter Duschkopf, unn\u00f6tig hei\u00dfes Wasser.<\/li>\n<li>Raumtemperatur senken: 1 C weniger spart oft sp\u00fcrbar, ohne Komfortverlust (Pullover&#45;Realit\u00e4t).<\/li>\n<\/ul>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.pexels.com\/photos\/12644994\/pexels-photo-12644994.jpeg?auto=compress&#038;cs=tinysrgb&#038;h=650&#038;w=940\" alt=\"Nahaufnahme eines Thermostats am Heizk\u00f6rper neben einem kleinen Hygrometer zur Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchte\" loading=\"lazy\"><figcaption>Messen hilft: Temperatur und Luftfeuchte geben klare Hinweise.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>G\u00fcnstige Upgrades, die du als Mieter oft darfst (0&#45;300 EUR)<\/h2>\n<p>Alles hier ist in der Regel r\u00fcckbaubar und ohne Eingriff in die Heizungsanlage machbar. Im Zweifel: Mietvertrag pr\u00fcfen und bei Unsicherheit kurz schriftlich nachfragen.<\/p>\n<h3>Heizk\u00f6rperventilator: Wenn du wenige Heizk\u00f6rper hast<\/h3>\n<p>Heizk\u00f6rperventilatoren erh\u00f6hen die Konvektion. In Wohnungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen kann das helfen, die W\u00e4rme schneller in den Raum zu bringen. Das ist besonders interessant bei dicken Vorh\u00e4ngen, tiefen Fensterb\u00e4nken oder \u201etr\u00e4ge\u201c wirkenden R\u00e4umen.<\/p>\n<ul>\n<li>Budget: ca. 30&#45;120 EUR pro Heizk\u00f6rper (je nach Set).<\/li>\n<li>Nutzen: schnelleres W\u00e4rmegef\u00fchl, ggf. niedrigere Thermostateinstellung m\u00f6glich.<\/li>\n<li>Wichtig: leise Modelle w\u00e4hlen, sonst nervt es im Schlafzimmer.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Schwere Vorh\u00e4nge? Ja, aber richtig<\/h3>\n<p>Vorh\u00e4nge helfen gegen Kaltluftabfall am Fenster, aber nur, wenn sie <strong>nicht<\/strong> den Heizk\u00f6rper blockieren.<\/p>\n<ul>\n<li>Vorhang endet \u00fcber dem Heizk\u00f6rper oder seitlich gef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Alternativ: Thermovorhang am Fenster, Heizk\u00f6rper bleibt frei.<\/li>\n<li>Dichtlippen an Fensterfl\u00fcgeln nur, wenn keine Schimmelprobleme entstehen (Feuchte messen).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>T\u00fcrspalten und Zugluft im Altbau abdichten<\/h3>\n<ul>\n<li>T\u00fcrbodendichtung zum Flur (abziehbar, r\u00fcckstandsfrei) &#45; reduziert kalte Luftstr\u00f6me.<\/li>\n<li>Schl\u00fcsselloch&#45;Abdeckung am Wohnungseingang &#45; kleines Teil, gro\u00dfer Effekt.<\/li>\n<li>Fensterdichtband nur punktuell einsetzen, sonst L\u00fcftungskonzept beachten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Podsumowanie<\/h2>\n<ul>\n<li>Thermostate sind Regler, kein Turbo &#45; Zieltemperatur stabil statt st\u00e4ndiges Hochdrehen.<\/li>\n<li>Bei W\u00e4rmepumpen: Nachtabsenkung klein halten und 3&#45;5 Tage testen.<\/li>\n<li>Heizk\u00f6rper freistellen, entl\u00fcften, reinigen &#45; oft der schnellste Komfortgewinn.<\/li>\n<li>Sto\u00dfl\u00fcften statt Kippfenster &#45; weniger Ausk\u00fchlung, bessere Feuchtekontrolle.<\/li>\n<li>Warmwasserverbrauch senken (Sparduschkopf, k\u00fcrzer duschen) &#45; gro\u00dfer Hebel bei W\u00e4rmepumpen.<\/li>\n<li>Mit Thermo&#45;Hygrometer messen: 40&#45;55% rF und stabile Temperaturen reduzieren Schimmelrisiko.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>FAQ<\/h2>\n<h3>Soll ich alle Thermostate in der Wohnung voll aufdrehen?<\/h3>\n<p>Nein. Stelle die R\u00e4ume auf passende Zielwerte ein und vermeide extreme Unterschiede. Ein bis zwei R\u00e4ume komplett \u201eabzudrehen\u201c kann bei zentraler W\u00e4rmepumpe ung\u00fcnstig sein.<\/p>\n<h3>Ist starke Nachtabsenkung bei W\u00e4rmepumpen sinnvoll?<\/h3>\n<p>Meist nicht. Teste eine geringe Absenkung von 1&#45;2 C. Das reduziert morgendliches Nachheizen und h\u00e4lt die Effizienz oft h\u00f6her.<\/p>\n<h3>Was kann ich tun, wenn ein Raum trotz Heizen feucht bleibt?<\/h3>\n<p>Feuchte ist zuerst ein L\u00fcftungsthema: Sto\u00dfl\u00fcften, nach dem Duschen sofort l\u00fcften, T\u00fcren managen. Nicht einfach k\u00e4lter heizen, das verschlechtert die relative Luftfeuchte.<\/p>\n<h3>Bringen Heizk\u00f6rperventilatoren wirklich etwas?<\/h3>\n<p>In Wohnungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen oder tr\u00e4ger W\u00e4rmeabgabe ja: schnelleres W\u00e4rmegef\u00fchl und oft niedrigere Thermostateinstellung m\u00f6glich. Achte auf Lautst\u00e4rke und passenden Heizk\u00f6rpertyp.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was du in der Mietwohnung realistisch beeinflussen kannst Eine W\u00e4rmepumpe wird oft als Thema f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user gesehen. In Deutschland taucht sie aber zunehmend auch in Mietwohnungen auf: als zentrale Anlage im Geb\u00e4ude (Luft&#45;Wasser oder Sole&#45;Wasser) oder als wohnungsnahe L\u00f6sung wie eine Luft&#45;Luft&#45;W\u00e4rmepumpe (Split&#45;Klima mit Heizfunktion). 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